Pilze sammeln - Tipps und Tricks

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Freitag, 21. September 2018, 12:23 Uhr
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Alles zum Thema Pilze sammeln!

Die Pilzsaison beginnt: Das müssen Pilzesammler wissen



Im September beginnt die Pilzsaison und Sammler machen sich auf den Weg in den Wald, um ihre Weidenkörbe mit Pfifferlingen, Steinpilzen und Co. zu füllen. Wo Pilze sammeln Sinn macht, welches Equipment dafür benötigt wird und zu welchen Jahreszeiten man Pilze sammeln kann. 

Wo Pilze sammeln? Hier wachsen Champignons und Pfifferlinge 

Im Herbst wachsen die ersten Herbstrompeten, Maronen und natürlich Steinpilze. Der Pfifferling ist nun ebenfalls zu finden und wächst in der Nähe von Tannen, Kiefern, Eichen und auf bemoosten Flächen. Die Marone findet sich auf Grünflächen, während die Herbstrompeten in Nadelwäldern heimisch sind. Viele Sorten blühen direkt am Wegesrand und können in großer Zahl gepflückt werden. 

Auch der rauchblättrige Schwefelkopf und der Hallimasch gedeihen nun prächtig. Weil einige dieser Arten roh teilweise giftig sind, werden sie am besten nur von erfahrenen Pilzesammlern gepflückt. Der Grünling, der bis vor einigen Jahren als Speisepilz galt, sollte gemieden werden – er kann zu Muskelschäden führen. 

Zwischen März und Juli wachsen unter anderem der Märzschneckling und der Fichtenzapfenrübling. Ab April und Mai gedeihen verschiedene Morchelarten, der Steinpilz und der blasige Becherling. Längere Trockenphasen verzögern die jeweilige Wachstumsphase. 

Ist Pilze sammeln in Deutschland erlaubt? 

In geringen Mengen ist das Pilze sammeln in Deutschland erlaubt. Privatpersonen dürfen so viele Pilze sammeln, wie sie selbst verzehren können. Die erlaubten Mengen unterscheiden sich von Region zu Region. Wer nicht mehr als ein bis zwei Kilo Pilze für den Eigengebrauch sammelt, ist auf der sicheren Seiten. Verkauft werden dürfen selbst gesammelte Pilze nicht. Bei einem Verstoß gegen diese Regelung droht ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro. 

In öffentlichen Parks und Naturschutzgebieten sowie auf eingezäunten Waldflächen gilt ein generelles Sammelverbot. Wer sich unsicher ist, informiert sich am besten beim örtlichen Forstverband. 

Pilze sammeln im Wald: Artenschutz beachten 

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) empfiehlt, nur Pilze zu sammeln, die eindeutig als essbar identifiziert werden können. Wer sich unsicher ist, sollte die Pilze im Wald lassen oder einen erfahrenen Pilzesammler zurate ziehen. Die DGfM stellt eine Liste mit Pilzsachverständigen zur Verfügung, die private Ausbeuten gerne überprüfen. 

Zu berücksichtigen ist auch, dass manche Sorten unter Artenschutz stehen. Dazu zählen nicht nur exotische Pilze, sondern auch beliebte Speisepilze wie der Pfifferling oder der Steinpilz. Die Bundesartenschutzverordnung erlaubt es Sammlern, kleine Mengen zu sammeln. Generell sollten immer einige Exemplare stehen gelassen werden, damit im nächsten Jahr neue Pilze an der gleichen Stelle wachsen. 

Dieses Equipment wird benötigt 

Für das Pilze sammeln im Wald wird keine umfangreiche Ausrüstung benötigt. Angehende Sammler sollten folgendes dabei haben: 

- Sammelbehältnis 
- Pilzführer 
- Messer, Pilzbürste und Lupe 
- Feste Schuhe und wetterfeste Kleidung 

Das Sammelbehältnis sollte luftdurchlässig sein, denn ohne Frischluft werden Pilze schnell schlecht. Optimal ist ein Weidenkorb oder eine Box mit Löchern. 

Das Messer muss möglichst scharf sein. Pilze sollten immer sauber abgetrennt werden, damit sich auf dem Stumpf keine Krankheitserreger bilden. Ein hochwertiges Taschenmesser eignet sich optimal und ist dank der Möglichkeit, es nach dem Gebrauch einzuklappen, eine sichere Wahl. 

Eine Lupe wird benötigt, um auch die feinen Details eines Pilzes erkennen zu können. Gerade bei giftigen Exemplaren wie dem Knollenblätterpilz ist ein genauer Blick notwendig, um ihn von essbaren Varianten wie dem Champignon zu unterscheiden. 

Pilzbürste, Messer und Co. sind im Fachgeschäft für Outdoor-Bedarf erhältlich. Dort finden Pilzesammler auch einen passenden Pilzführer. Dieser sollte alle bekannten Speisepilze und Giftpilze auflisten. Bestenfalls werden auch geschützte Exemplare genannt und nach Regionen sortiert. So können Pilzsammler auch im Urlaub oder beim Wandern gezielt nach essbaren Pilzen suchen. Für den Fall, dass man im Wald auf wilde Tiere stößt, gehört außerdem eine Trillerpfeife ins Gepäck.


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