Leckere Winterpilze

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Mittwoch, 24. Januar 2018, 20:05 Uhr

    Der Kick im Winter und die erstaunten Gesichter der Wanderer sind unbezahlbar wenn man mit einem Korb voll Austernseitling, Samtfußrübling und Judasohr durch den Wald geht

     



    Austernseitling - Der Austernseitling wächst vorwiegend zwischen November und Januar an totem und lebendem Laubholz. An stehenden Bäumen können die Fruchtkörper in mehreren Metern Höhe erscheinen. Um Früchte zu bilden braucht er eine Temperatur von unter 11°C und wächst bis minus 3°C.
    In Kultur sind aus Florida stammende Formen erhältlich. Diese Formen sind nicht auf den Kältereiz angewiesen, sie sind heller als die mitteleuropäische Wildform und ganzjährig im Handel.
    Optimale Kulturbedingungen werden unterschiedlich angegeben, z. B. auf einem Substrat aus sterilisiertem Sägemehl unter schwacher Beleuchtung, gleichbleibender Temperatur zwischen 16 und 18 °C und einer konstanten Luftfeuchte von 83 bis 85 %.



    Samtfußrübling - Sein „Spitzname“ Winterrübling sag alles.
    Der Samtfußrübling wächst meist in Büscheln an totem oder lebendem Holz. Die frostresistenten Fruchtkörper erscheinen überwiegend im Winter, sind essbar und schon von weitem, durch ihre leuchtend gelbe Farbe, sichtbar.
    In der asiatischen Küche ist der Samtfußrübling ein geschätzter Speisepilz und wird deshalb auch kultiviert.
    Der samtige Stiel ist hohl und faserig, deshalb nur die Hüte verwenden.




     



    Judasohr - Obwohl das Judasohr (Pilz des Jahres 2017) wenig Geschmack hat ist er weltweit ein beliebter Pilz. Das liegt hauptsächlich an seiner Konsistenz und Verfügbarkeit. Durch seine Eigenschaft mehrfach auszutrocknen und sich wieder mit Wasser vollzusaugen ist er das ganze Jahr über verfügbar, vorwiegend an weichen hölzern, mit Hang zum Holunder. 
    Das Judasohr lässt sich hervorragend trocknen und ist auch roh genießbar.
    Sehr beliebt in der asiatischen Küche – Mu-Err.


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